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In diesem Beitrag stellen wir die Nachhaltikeitsziele der Vereinten Nationen vor, zu denen der Bodenfruchtbarkeitsfonds einen Beitrag leistet.


SDG Logo RGBMit der Vision, eine friedliche und nachhaltige Gesellschaft zu gestalten, wurden die Sustainable Development Goals (kurz s) am 25. September 2015 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York verabschiedet. Die SDGs skizzieren eine globale Nachhaltigkeitsagenda 2030. Die 17 Ziele bilden ab, in welchen konkreten Bereichen eine nachhaltige Entwicklung gestärkt und verankert werden muss. Dazu gehören neben dem Umweltschutz und der Reduktion von Armut und Hunger etwa die Verbesserung der Gesundheit, nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion sowie Geschlechtergerechtigkeit.

 

SDG Keine ArmutZiel 1: Armut in allen ihren Formen und überall beenden.

Ca. 11 % der Weltbevölkerung lebt in extremer Armut. Im Jahr 2015 waren es etwa 836 Millionen Menschen. Sie mussten mit weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag auskommen. Die Weltgemeinschaft hat es sich zum Ziel gesetzt, die extreme Armut bis 2030 komplett zu beenden.

Bio-Landwirte produzieren für die Gesellschaft nicht nur gesunde und schmackhafte Lebensmittel, sondern leisten auch einen entscheidenden Beitrag zu Humusaufbau, Bodenfruchtbarkeit, sauberer Luft, reinem Wasser, Biodiversität etc. Diese Kosten sind jedoch in der Regel nicht im Produktpreis enthalten. Der Bodenfruchtbarkeitsfonds vergütet den Landwirten einen Teil dieser versteckten Leistungen, wodurch deren Widerstandsfähigkeit erhöht resp. die Anfälligkeit gegenüber wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Schocks und Katastrophen verringert wird.

Kein HungerZiel 2: Den Hunger beenden, Ernäh­rungs­sicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirt­schaft fördern

Noch immer hungern 795 Millionen Menschen, zwei Milliarden Menschen sind mangelernährt. Hunger ist nicht nur das größte Gesundheitsrisiko, sondern auch eines der größten Entwicklungshemmnisse. Er trägt zu Flucht und Vertreibung bei, fördert Perspektivlosigkeit und Gewalt.

Durch die Anerkennung, Wertschätzung und den Aufbau der Bodenfruchtbarkeit wird sichergestellt, dass diese langfristig erhalten bleibt und der Boden auch in Zukunft ausreichend und gesunde Nahrungsmittel hervorbringt. Der Bodenfruchtbarkeitsfonds fördert nicht nur eine nachhaltige Bio-Landwirtschaft, sondern motiviert die Landwirte darüber hinaus, Methoden einzusetzen, die den Boden unter anderem resili-enter gegenüber Klimaveränderungen, Trockenheit, Starkregen etc. machen.

Gesundheit und WohlergehenZiel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Gesundheit ist gleichzeitig Ziel, Voraussetzung und Ergebnis von nachhaltiger Entwicklung. Ihre Förderung ist ein Gebot der Menschlichkeit – sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsländern.

Neben einer positiven Einstellung und Bewegung ist die Ernährung der Haupteinflussfaktor auf unsere Gesundheit. Und erst ein gesunder Boden kann gesunde Lebensmittel hervorbringen. Ein gesunder biologisch bewirtschafteter Boden ist wiederum das Hauptziel des Bodenfruchtbarkeitsfonds. Durch eine Patenschaft zu Gunsten der Bodenfruchtbarkeit kann zudem jeder Mensch die Verantwortung für die für seine gesunde Ernährung benötigte Bodenfläche übernehmen (Gesundheitsprophylaxe).

Menschenwuerde Ziel 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschafts­wachstum, produktive Vollbe­schäftigung und menschen­wür­dige Arbeit für alle fördern

Das Wirtschaftswachstum vergangener Jahrzehnte ist auf Kosten natürlicher Ressourcen und des Weltklimas erfolgt und längst an ökologische Grenzen gestoßen. Es bräuchte mehrere Planeten Erde, wenn alle Menschen ein Leben ermöglicht würde, wie es heute in Deutschland selbstverständlich ist.

Die vom Bodenfruchtbarkeitsfonds gesprochenen Gelder geben den Bio-Betrieben Raum für Innovation und Kreativität und verringern den Druck eines wirtschaftlichen Wachstums auf Kosten der Umwelt. Die gezielte Öffentlichkeitsarbeit steigert zudem die Wertschätzung der Bevölkerung für den Boden und dessen Bewirtschafter, stärkt die Wahrnehmung der Betriebe in der jeweiligen Region und fördert ein nachhaltiges Konsumverhalten.

Nachhaltige Staedte Ziel 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.

Kein Zweifel: das Zeitalter der Städte ist angebrochen. Schon heute lebt über die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten. Doch Städte heizen die Erderwärmung an. Sie sind für jeweils rund 70 Prozent des Energieverbrauchs und der energiebezogenen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

Die öffentlichen Hoftage sowie die Boden-Patenschaften stellen wirtschaftliche und soziale Verbindungen zwischen städtischen, stadtnahen und ländlichen Gebieten her und bringen die Menschen, vor allem aus städtischen Gebieten, wieder näher zur Landwirtschaft. Die Widerstandsfähigkeit der Städte hängt wesentlich von der landwirtschaftlichen Ernährungssicherheit ab. Lebendige Beziehungen zwischen Stadt und Landwirtschaft schaffen die Voraussetzungen dafür.

Nachhaltiger KonsumZiel 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Die Menschheit lebt seit langem über ihre ökologischen Verhältnisse. Dies gilt in besonderem Maße für die Industrieländer und die wachsenden ober- und Mittelschichten in vielen Schwellenländern.

Durch die intensive Öffentlichkeitsarbeit wird ein Bewusstsein in der Bevölkerung geschaffen für ein nachhaltiges, umweltschonendes und wertschätzendes Konsumverhalten. Die Förderung von Maßnahmen zum Erhalt und Aufbau der Bodenfruchtbarkeit bildet die Grundlage für eine nachhaltige Bewirtschaftung. Der Bodenfruchtbarkeitsfonds ist daher ein Paradebeispiel zur Förderung dieses SGD-Ziels.dlage für eine nachhaltige Bewirtschaftung. Der Bodenfruchtbarkeitsfonds ist daher ein Paradebeispiel zur Förderung dieses SGD-Ziels..

KlimaschutzZiel 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Wassermangel, Dürre, Wirbelstürme und Überschwemmungen sind nur einige der vielen Folgen des globalen Klimawandels und Ursache für Migration. Derzeit sind etwa 20 Millionen Menschen gezwungen, infolge klimabedingter Ereignisse ihre Heimat zu verlassen.

Der Aufbau der Bodenfruchtbarkeit ist meist gekoppelt an eine Steigerung des Humusgehalts des Bodens. Da Humus aus organischem Material besteht, welches im Boden eingearbeitet wird, kann so auch CO2 eingelagert werden, was dem Klimawandel entgegenwirkt. Darüber hinaus wird die Widerstandskraft und die Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen gestärkt, wie zum Beispiel die Wasser- und Nährstoffrückhaltekapazität (siehe auch Ziel 2).

Leben unter WasserZiel 14: Ozeane, Meere und Meeres­res­sourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen

Der Schutz der Biodiversität, ihre nachhaltige Nutzung und die gerechte Aufteilung der Nutzungsgewinne ist ein wesentlicher Faktor nachhaltiger Entwicklung. Rund 30 Prozent der weltweiten Fischbestände sind überfischt. Im europäischen Atlantik sind es 63 Prozent und im Mittelmeer bereits 82 Prozent.

Der Einfluss von vom Land ausgehenden Tätigkeiten auf die Meeresökosysteme wird häufig unterschätzt. Der Bodenfruchtbarkeits-fonds trägt jedoch durch die Förderung einer schonenden, nachhaltigen Bodenbearbeitung indirekt auch zu einer Verringerung der Meeresverschmutzung, insbesondere durch Nährstoffbelastung, bei. Da nur Bio-Betriebe beim Bodenfruchtbarkeitsfonds gefördert werden, leistet das Projekt auch einen Beitrag gegen die schädlichen Folgen von synthetischen Pestiziden und chemischen Düngemitteln in den Gewässern.

Leben an LandZiel 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern (...)

Der Verlust der biologischen Vielfalt nimmt zu, dabei ist sie Grundlage unseres Lebens – und diese wird gerade im rasanten Tempo zerstört. Schätzungen zufolge haben sich 60 Prozent der weltweiten Ökosysteme verschlechtert oder werden nicht nachhaltig genutzt.

Neben der Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster (Ziel 12) bildet der Schutz von Landökosystemen und deren nachhaltige Nutzung wohl den Kern des Bodenfruchtbarkeitsfonds. Zu diesem Ziel ist insbesondere die unermüdliche Arbeit des Bodenfruchtbarkeitsfonds für eine Welt, in der der Landverödung entgegengewirkt wird, hervorzuheben. Bio-Landwirtschaft ist zudem immer biodiverser und arbeitet mit statt gegen die Natur.

PartnerschaftenZiel 17: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen

Die 17 Ziele können nur durch eine starke globale Partnerschaft erreicht werden. Regierungen, die Zivilgesellschaft und Unternehmen müssen gemeinsam an ihrer Umsetzung arbeiten. „Niemanden zurücklassen“, ist das Oberprinzip der Agenda 2030. Die UN-Mitgliedstaaten haben sich darauf verpflichtet, diejenigen zuerst zu erreichen, die am weitesten zurückliegen.

Der Bodenfruchtbarkeitsfonds schafft Multi-Akteur-Partnerschaften zur Mobilisierung und zum Austausch von Wissen, Fachkenntnissen, Technologie und finanziellen Ressourcen. Beim Bodenfruchtbarkeitsfonds kooperieren Stiftungen, Privatpersonen, Unternehmen sowie Bäuerinnen und Bauern gemeinsam, um eine zukunftsfähige bäuerliche Agrikultur zu fördern und zu praktizieren. Dieses Konzept kann als Basis zur nachhaltigen Entwicklung in anderen Ländern und Regionen genutzt werden.