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Was Gerald Dunst und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter jedes Jahr in Kaindorf auf die Beine stellen, ist höchst bewundernswert. Bereits zum vierzehnten Mal fanden am 20. und 21. Januar 2020 die Humustage statt, und über 350 Teilnehmende kamen aus zehn Nationen für zwei inhaltsreiche Tage zusammen.

Gerald Dunst eröffnet die HumustageMit Humor und höchster Fachkompetenz moderierten Angelika Ertl und Gerald Dunst die vielen Fachbeiträge.

Ulrich Hampl konnte mit der Vorstellung des Bodenfruchtbarkeitsfonds die Reihe der Vorträge eröffnen. Das zentrale Element des Schaffens von Freiräumen für die Bodenfruchtbarkeit auf den Höfen stieß auf besonderes Interesse der Teilnehmenden und führte zu vielen Rückfragen und Gesprächen während der gesamten Tagung. 

Arzt und Autor Martin Grassberger („Das leise Sterben: Warum wir eine landwirtschaftliche Revolution brauchen, um eine gesunde Zukunft zu haben“) spricht am Podium, links Ex-EU Agrarkommissar Franz FischlerGrundlagen des Humusaufbaus sowie neueste Erkenntnisse aus der Bodenbiologie waren die Themen des ersten Tages. Christoph Fischer, EM Chiemgau, berichtete außerdem von „Positerra GmbH“, einer neuen Initiative für Humuszertifikate in Deutschland. Die Humuszertifikate der Ökoregion Kaindorf wurden nachmittags feierlich verliehen. In der abendlichen Podiumsdiskussion u.a. mit Ex-EU-Agrarkommissar Fischler überzeugte der Arzt und Buchautor Dr. Martin Grassberger mit seinen Ausführungen zu Gesundheit und Bodenfruchtbarkeit.

Am zweiten Tag wurden aktuelle Aspekte der Kompostierung und regionaler Kreisläufe („Bio-Kreislauf-Sackerl“) sowie das Zukunftsthema Agroforstwirtschaft referiert und diskutiert. Bodenkundler Benjamin Seitz
Hochinteressant war der Bericht von Bodenkundler Benjamin Seitz über die bereits 100-jährige Erfahrung mit Agroforstsystemen in Russland. Biobauer Sepp Braun begeisterte die Zuhörer mit seinem Bericht über die Einbindung von Agroforstsystemen in sein konsequent zukunftsgerichtetes ganzheitliches Betriebskonzept. Überhaupt waren es vor allem die lebendigen Praktiker Berichte, die wieder einmal zeigten, wie innovativ und kreativ Bäuerinnen und Bauern auch als Klimaschützer unsere Zukunft gestalten können.
Die vielen unbewachsenen gepflügten Äcker in Winterfurche rund um Kaindorf zeigten allerdings auch, dass weiterhin viel Überzeugungsarbeit zu leisten ist.

 


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