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Auf dem Biolandhof Braun fanden am 16. Juni gleich drei mal  Führungen zum Thema Boden mit Ulrich Hampl, zur gemischten Tierhaltung, zum vielfältigen Getreidebau sowie zur autarken Energieversorgung statt.

Braun Hof

Irene und Josef Braun haben ihren Hof bei Freising in der Münchner Schotterebene vor 30 Jahren auf Ökolandbau umgestellt. Ein Anstoß zur Umstellung war der Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 - ihre damals kleinen Kinder durften nicht mehr draußen spielen und die Kühe nicht mehr auf die Weide gehen.
Die komplette Hofumstellung erfolgte dann 1988 und auch dies war ein Anlass, um die Kunden des Hofladens und der Vermarktungsgemeinschaft Tagwerk zu einem Erlebnistag am Hof einzuladen.

Gleich dreimal fanden am Nachmittag auch Führungen zum Thema Boden mit Ulrich Hampl statt, bei denen jeweils sehr interessierte Gruppen von Kunden dem Thema Bodenfruchtbarkeit begegnen konnten.

Die Spatendiagnosen im vielfältigen Klee-Luzerne-Gemenge und auf dem Haferacker, in dem auch Leindotter wächst, zeigten, dass die jahrzehntelange konsequente Bodenbearbeitung ohne Pflug und mit großer Vielfalt in der Fruchtfolge sehr lebendige und aktive Böden hervorgebracht hat. Insbesondere die tiefe Durchwurzelung mit Pfahl- und Feinwurzeln war auch für Nichtlandwirte erstaunlich zu bemerken.
Es ergaben sich intensive Gespräche und Diskussionen zum Thema Bodenfruchtbarkeit und der gesellschaftlichen und politischen Verantwortung für die Erhaltung gesunder Böden für alle.

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv, sie waren überrascht, wie mit der Spatendiagnose eine einfache Bodenbeurteilung für jedermann möglich ist und sie konnten ihre Verständnis- und Hintergrundfragen im kompetenten Kreis diskutieren. Die Ergänzung mit Führungen zur gemischten Tierhaltung, zum vielfältigen Getreidebau sowie zur autarken Energieversorgung des Hofes ergab das überzeugende Bild, wie Landwirtschaft der Zukunft in engem Kontakt mit den Verbrauchern aussehen kann.

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