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Die Partnerhöfe

Mit dem Bodenfruchtbarkeitsfonds werden anerkannte Demeter-Betriebe oder im Bio-Landbau anerkannte Betriebe oder solche, die sich in Umstellung auf Demeter oder Bio befinden, gefördert. Für die Pilot­phase konnten wir insgesamt mehr als 30 ökologisch/biologisch oder biologisch-dynamische Höfe im Bodensee-Raum in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein gewinnen. Die Auswahl zeichnet sich durch eine große Vielfalt der Bewirtschaftung aus: Getreideanbau, Gemüse, Obst, Soja, Wein, Tierzucht, Grünland. Jeder Boden ist anders, jeder Boden hat seine eigenen Erfordernisse in der Bearbeitung. Das Spektrum der Betriebsgrößen reicht hierbei von vier bis 180 Hektar.

Wichtig ist uns, dass die Landwirte in keiner Phase des gesamten Projektes als Bittsteller um Spenden auftreten. Sie führen im Auftrag der Gesellschaft konkrete Maßnahmen am Boden durch.

Lernen Sie hier die Partnerhöfe kennen:

Richard Schierscher ist Pionier der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in Liechtenstein. Das war nicht immer so: Zuvor war auch er ein sehr intensiv wirtschaftender konventioneller Bauer, wie er selbst sagt. Doch dann entdeckte er die Anthroposophie – und stellte seinen gesamten Betrieb auf Demeter-Landbau um.

In steilen Serpentinen führt die Straße vom Zugersee hinauf zum Zugerberg. Dort bewirtschaften Daniel und Rebekka Weiss ihren Hof auf fast 1.000 Meter Höhenlage mit einem spektakulären Ausblick auf den See und die Berge.

„Bodenbotschafter“, „Bodentüftler“ oder „Der mit dem Wurm tanzt“ – Josef Braun ist weit über Deutschland hinaus als Bauer bekannt, der sich seit vielen Jahren intensiv und kreativ mit Bodenfruchtbarkeit beschäftigt. Da liegt es natürlich nahe, dass er Partnerhof im Bodenfruchtbarkeitsfonds wird. Aber braucht dieser Mann überhaupt noch Unterstützung für seine Aktivitäten zum Wohle des Bodens?

Auf der BioOase in der Chnächtlischwand betritt man eine andere Welt: Oberhalb des Zuger Sees in der Berggemeinde Menzingen bewirtschaften Doris und Pius Strickler die eiszeitliche, hügelige Moränenlandschaft.

Mit der Bioland-Gärtnerei Distel erfüllten sich 1981 fünf junge "69er" ihren Traum vom eigenen Bio-Betrieb. 2013 übernahmen Welf Aumann und sein Kollege Gudawar Singh die Gärtnerei und möchten sich nun verstärkt dem Boden widmen.

Im Gemüsebaubetrieb Piluweri arbeitet man seit über zwei Jahrzenten biologisch-dynamisch. Die Qualität der Demeter-Produkte und die Zufriedenheit der engagierten Mitarbeiter stehen hier an oberster Stelle.

Gut Rheinau wird seit 1998 biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Seitdem wird an diesem spektakulären Standort oberhalb der Rheinschleife mit Grünlandwirtschaft, Ackerbau mit Saatguterzeugung, Gemüse-, Obst- und Weinbau sowie Waldwirtschaft daran gearbeitet, die individuelle Fruchtbarkeit des Ortes zu gestalten und zu pflegen.

Der HAAGHOF im schwäbischen Hardthausen bei Heilbronn ist eine echte Keimzelle ökologischer Agrarkultur. Denn schon 1981 hat der Vater von Walter Kress den Hof auf Bioanbau umgestellt.

Jürg Raths ist ein experimentierfreudiger Obstbauer. Beerenobst, Hochstammobst, Hecken, Krautsäume – die Vielfalt auf dem Hof ist schier unendlich und es grünt und blüht auf allen Flächen.

Markus Hurter und Markus Feig wirtschaften seit 2004 auf Hof Dinkelberg biologisch-dynamisch. Als Teil des Landkreises bietet der Hof Menschen mit Beeinträchtigungen individuell an ihre Bedürfnisse angepasste Arbeitsplätze.

Auf Hof Höllwangen ist vieles in Bewegung: Erst kürzlich wurde der Hof neu strukturiert, eine Genossenschaft gegründet und das Eigentum in eine Stiftung übertragen.

Hügelig ist es in der Landschaft oberhalb der Donau, in der Irmgard und Peter Stadler ihren vielseitigen Demeter-Hof bewirtschaften. Die biologisch-dynamische Landwirtschaft ist für sie Leidenschaft und Zukunft.

Der Betrieb südlich des Bodensees war ursprünglich einmal ein klassischer Gemischtbetrieb mit Kühen und ein paar Schweinen. Andy Vogel-Kappeler hat nun einen vielseitigen Bio-Ackerbaubetrieb daraus geschaffen.

Die Hofgemeinschaft ist ein echter Pionier-Betrieb: Denn schon seit 1986 wird hier biologisch-dynamisch gewirtschaftet. Eine Braunviehherde mit 45 Milchkühen liefert rein aus Gras und Heu erzeugte Qualitätsmilch für die eigene Käserei, in der leckere Weich- und Hartkäseköstlichkeiten hergestellt werden.

Auf dem Hofgut Holland sprüht es nur so von Energie. In der hofeigenen Biogasanlage werden aus Schweinemist und Kleegras Strom und Wärme erzeugt, die Dächer sind voller Photovoltaikanlagen und auch Bio-Bauer Hans Holland selbst versprüht viel Energie und die Freude an seinem Beruf.

Das traditionsreiche Demeter-Hofgut Rengoldshausen am Bodensee ist in sehr vielen Bereichen aktiv und innovativ.

Seit ein paar Jahren hat eine junge Betriebsgemeinschaft die Bewirtschaftung von Hofgut Rimpertsweiler übernommen und bringt so frischen Wind in das bereits seit 40 Jahren biologisch-dynamisch bewirtschaftete Hofgut.

Die starken Regenfälle des Frühjahres 2016 mit Überschwemmungen auf den Gemüsebauflächen waren für den Lehenhof der Anlass, sich als Partnerhof im Bodenfruchtbarkeitsfonds zu bewerben. Denn mit dem richtigen Bodenmanagement kann das Risiko für Überschwemmungen verringert werden.

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