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Der Bodenfruchtbarkeitsfonds ist ein Projekt der Bio-Stiftung Schweiz. Die Idee zu dieser Initiative entwickelte sich zunächst in Gesprächen zwischen Christian Hiss von der Regionalwert AG sowie Mathias Forster, damals Geschäftsführer und Stiftungsrat der Stiftung TRIGON und Christopher Schümann, Mitarbeiter der Stiftung TRIGON. Im Mai 2017 wurde der Fonds dann in die Bio-Stiftung Schweiz umgetopft, wo er nun weiterentwickelt wird.

Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Personen mit dem Bodenfruchtbarkeitsfonds verbunden und helfen seitdem dabei, das Projekt weiter zu entwickeln.

 

Die Projektleitung

markus baechi klMarkus Bächi, Bio-Stiftung Schweiz

Seit 2006 bin ich im Stiftungsrat der Bio-Stiftung Schweiz, die von Dr. Rainer Bächi 1987 gegründet wurde. Seit dem Tod von Dr. Rainer Bächi 2010 bin ich Präsident der Bio-Stiftung. Der Bodenfruchtbarkeitsfonds ist eine Initiative, die ganz in die Zielrichtung der Bio-Stiftung passt und für mich eine Gelegenheit, mich intensiver mit der Bio-Bodenfrage zu befassen. Als Mathias Forster, damals noch Geschäftsführer und Stiftungsrat der Stiftung TRIGON mich anfragte, ob der Bodenfruchtbarkeitsfonds innerhalb der Bio-Stiftung Schweiz eine neue Heimat finden könnte, war ich sofort einverstanden und begeistert.

 

 

MathiasForsterMathias Forster, Stiftungsrat und Geschäftsführer Bio-Stiftung Schweiz, Vorsitz

Es ist an der Zeit. Die Fruchtbarkeit unserer Böden geht dramatisch zurück. Dabei ist er unsere Lebensgrundlage. Als Bio-Stiftung Schweiz wollen wir einen Beitrag leisten, damit möglichst viel Boden in einem gesunden und fruchtbaren Zustand an nachfolgende Generationen übergeben werden kann. Doch: "Ein Einzelner hilft nicht, sondern wer sich mit Vielen zur rechten Stunde vereinigt." Das wusste schon Goethe. Wir hoffen, dass sich möglichst viele Menschen finden, die bereit sind, für die Zukunft unserer Böden mit anderen zusammen Verantwortung zu übernehmen. Der Bodenfruchtbarkeitsfonds der Bio-Stiftung Schweiz steht hierfür gerne als Gefäß zur Verfügung.

 

 UlrichHampel klDr. Ulrich Hampl, Bio-Stiftung Schweiz, Bodenexperte/Bauernhofpädagoge

Es ist  für mich eine faszinierende Idee, den Bäuerinnen und Bauern, den "Hüterinnen und Hütern der Bodenfruchtbarkeit", über den Bodenfruchtbarkeitsfonds notwendige Freiräume zu verschaffen, um sich intensiv mit der Erhaltung und Entwicklung fruchtbarer Böden beschäftigen und dies im Dialog mit der Gesellschaft erlebbar machen zu können.
Wofür möchte ich mich im Projektteam einsetzen? Gern möchte ich Bäuerinnen und Bauern in ihrer kreativen Gestaltungskraft zur Weiterentwicklung der Bodenfruchtbarkeit unterstützen und dabei helfen, dass dies öffentlich deutlich sichtbar wird: "Bauern – Boden – Bürger" soll ein selbstverständlicher Dreiklang werden! 

 

ChristopherSchuemannChristopher Schümann, Stiftung TRIGON

Mir war bis vor kurzem nicht klar, dass sich der Rückgang von Bodenfruchtbarkeit in einer derart dramatischen Dynamik vollzieht – auch nicht, welche Begleiterscheinungen diese Entwicklung mit sich bringt: Verarmung der biologischen Vielfalt, Rückgang des Kohlenstoffgehalts, verringerter Abbau von Schadstoffen, Verdichtung, Versiegelung, Überschwemmungen, Erosion und Erdrutsche. Mir war auch nicht klar, wie hoch die Schäden beziffert werden: 38 Mrd. Euro jährlich – allein in der Europäischen Union. Während der Projektentwicklung wurde von Wirtschaftsstudenten der Alanus Hochschule in Alfter die Idee eingebracht, die Herausforderung als umgekehrten Generationenvertrag zu sehen.
Ältere Menschen sollten die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, damit die jüngeren eine gesunde und fruchtbare Erde übernehmen können. Genial. Hoffentlich findet dieser Gedanke eine weite Verbreitung – und motiviert viele zur Mithilfe. 

 

Der Beirat

PeterAugustin klPeter Augustin, Software AG – Stiftung

Am Bodenfruchtbarkeitsfonds ist mir wichtig, dass er konkret und vor Ort eine Herausforderung globalen Ausmaßes angeht. Landwirte werden als "Treuhänder des Bodens" befähigt, eine dem Gemeinwohl dienende Aufgabe zu erfüllen. Gleichzeitig können Menschen, die sich für den Bodenfruchtbarkeitsfonds engagieren und damit eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung übernehmen wollen, in eine direkte Beziehung zum Boden treten, der uns alle trägt und nährt.
Als "kommunikativer Sparringpartner" begleite ich gerne alle die Aktivitäten, die für mehr Wahrnehmung sowie einen offenen Dialog mit der Öffentlichkeit über dieses wichtige Thema sorgen. Das ist mein Interesse sowie das Interesse der Software AG – Stiftung.


Bandel klTobias Bandel, Soil & More International

Ich bin durch meine tägliche praktische Arbeit mit Landwirten davon überzeugt, dass wir eine ehrliche und transparent nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft brauchen und sie nur dann erreichen, wenn wir Lebensmittel und Agrikultur in unserer Gesellschaft neu bewerten und positionieren. Ein wichtiger Bestandteil hierbei ist, als Gesellschaft den biologisch wirtschaftenden Landwirten Anerkennung für das zu geben, was sie neben der Herstellung von gesunden Lebensmitteln für die Gesellschaft tun: Wasser- und Klimaschutz, Bodenpflege u.a.
Insbesondere werde ich mich beim Thema Bodenpflege und Klimaschutz im Bodenfruchtbarkeitsfonds engagieren. Ich will mich dafür einsetzen, dass die vielen hervorragenden und von Landwirten in der Praxis bereits erfolgreich erprobten Lösungen, deren positive Wirkungen wir bei unserer Arbeit täglich erleben, mit anderen Landwirten geteilt und weiter entwickelt werden können.

 

Andreas Biesantz klDr. Andreas Biesantz, Demeter International, Büro Brüssel

 Weltweit nimmt die Bodendegradation von landwirtschaftlich genutzten Flächen seit Jahrzehnten drastisch zu. Dies bestätigt der jüngste UN-Bericht "Value of the Land" aus dem Jahr 2015. Bereits jetzt gelten 52 Prozent aller landwirtschaftlichen Böden weltweit als mittel bis schwer degradiert. Ursache sind zumeist falsche Bewirtschaftung und das Versäumnis, die Bodenfruchtbarkeit durch geeignete Maßnahmen zu konservieren oder besser zu erhöhen.
Vor diesem dramatischen Hintergrund bietet das neu begonnene Projekt "Bodenfruchtbarkeitsfonds" der Bio-Stiftung Schweiz eine hervorragende Alternative. Landwirtschaftlichen Betrieben wird die Möglichkeit geboten, ihre Bodenfruchtbarkeit betriebsspezifisch zu erhöhen. So können individuell gestaltete "Best practice Modelle" entwickelt werden, die zukünftig möglichst vielen Betrieben als Vorbild dienen mögen. Meine Funktion als Beirat in diesem Projekt sehe ich darin, dieses Projekt in Brüssel bekannt zu machen und es mit Stakeholdern auf der EU-Ebene zu vernetzen. 

 

Paul Werner HildebrandPaul Werner Hildebrand, organic Marken-Kommunikation GmbH

Die Dramaturgie der Ausbeutung unseres Planeten beschleunigt sich immer mehr. Wenn wir die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder sichern wollen, müssen wir JETZT etwas tun! Geredet wird genug! Handeln ist angesagt!
Ich hoffe für das Projekt Bodenfruchtbarkeit einen konstruktiven Beitrag leisten zu können und freue mich mit gleichgesinnten Menschen Zeichen setzen zu können!

 


Christian Hiss klChristian Hiss, Regionalwert AG

Meine Eltern bewirtschafteten ihren landwirtschaftlichen Betrieb bereits ab 1953 biologisch-dynamisch. Die Sorge um die Fruchtbarkeit des Bodens spielte deshalb schon in meiner Kindheit eine wichtige Rolle. Später im eigenen Betrieb habe ich mich aktiv und mit viel Aufwand für ihren Erhalt und die Steigerung eingesetzt. Leider hat sich der Zustand der Böden trotz allen besseren Wissens im Allgemeinen nicht verbessert, sondern eher verschlechtert. Der Bodenfruchtbarkeitsfonds ist eine hoffnungsvolle Initiative, die dem entgegenwirken kann. Als Beirat werde ich mein fachliches Wissen in die Initiative einbringen.

 

Andreas Hoeritzauer klAndreas Höritzauer, Obmann Demeter Österreich

Ein lebendiger Boden ist die Grundlage unseres Lebens und die Demeter Bewirtschaftung setzt einen Impuls in die Zukunft. Boden ist die Basis für die menschliche Entwicklung. Deshalb ist es mir wichtig, dass alle Menschen, die Verantwortung für diesen Boden übernehmen wollen, die Möglichkeit dazu bekommen - sei es als Bauern/Bäuerinnen oder Konsument/innen. Dafür möchte ich mich einsetzen.

 


Steffen Koolmann klProf. Steffen Koolmann, Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Was ist mir am Bodenfruchtbarkeitsfonds wichtig? …die Verbindung von Mensch und Natur, die bei diesem zentralen Thema in herausragender Weise verdeutlicht wird.
Wofür möchte ich mich als Beirat einsetzen? … als Fonds-Botschafter und als Unterstützer bei der Umsetzung.

 


Susanna KuefferHeer klSusanna Küffer-Heer, Demeter International und FIBL

Der Bodenfruchtbarkeitsfonds bringt die Möglichkeit, den heute zu hohen und das Klima gefährdenden CO2-Gehalt zu senken. Schlüssel dazu sind die Bäuerinnen und Bauern, welche ihre Böden nachhaltig ökologisch bewirtschaften und so den CO2-Einbau ermöglichen.
Im Bodenfruchtbarkeitsfonds ist veranlagt, dass die engagierten Bäuerinnen und Bauern für den damit verbundenen Mehraufwand zu etwa 50 Prozent entschädigt werden. Die umfassenden Leistungen der Bio-Bäuerinnen und -Bauern werden damit weiter anerkannt und endlich auch abgegolten.
Immer mehr Bäuerinnen und Bauern sollen sich bewusst werden, dass eine gute Bodenstruktur mit hohem Humusanteil den CO2-Gehalt der Luft senken hilft. Sie haben es in der Hand, den hierfür notwendigen Aufwand zu leisten. So helfen sie mit, dass unser einzigartiger Planet und die Menschen auf lange Sicht eine Zukunft haben. Die Nicht-Bäuerinnen und Bauern sollen sich bewusst werden, wie notwendig und wichtig diese Arbeit in der Landwirtschaft ist. Sie sollen sich mit Bäuerinnen und Bauern solidarisieren und sie für die erbrachte Leistung finanziell unterstützen.


RainerSax webRainer Sax, Bodenexperte

Die Förderung der Bodenfruchtbarkeit ist Teil und Pflege der Mutter Erde. Seit vielen Jahren ist mir der schonende Umgang mit dem Boden ein Anliegen, da die Humusschicht die Haut der Erde ist, die möglichst wenige Verletzungen erfahren darf. Es sind neue Wege der Bodenbearbeitung umzusetzen. Dafür möchte ich mich auch beim Bodenfruchtbarkeitsfonds der Bio-Stiftung Schweiz einsetzen.

 


Yvonne Schmidt Meyerhoff neuYvonne Schmidt-Heyerhoff, Unternehmerin

Unsere Erde als lebendiger Organismus ist ein Lebewesen. Hierauf aufmerksam zu werden, die Lebendigkeit unserer Erde kennenzulernen, sie zu pflegen, ihre Selbstheilungskräfte zu stärken und darüber weltweit ins Gespräch zu kommen – das ist heute an der Zeit, mehr denn je. Geld gibt es in der Welt im Überfluss, vielmehr ist fruchtbarer Erdboden unser knappes Gut.
Lassen Sie uns den Landwirten, die bereits heute die Erde als Lebewesen pflegen und fruchtbar erhalten, mit unserer Wertschätzung für ihre tägliche Arbeit danken. Und lassen Sie uns diese Arbeit mit genügend Finanzmitteln ausstatten, sodass die Landwirte in unser aller Auftrag die dringend notwendige Pflegearbeit fortsetzen und vermehren können.

 

IsidorSteinemannIsidor Steinemann, Schüler

Die Bodenfruchtbarkeit ist Grundlage für eine langfristige Belebung unserer Erde. Da der Boden durch verschiedene (meist menschliche) Einflüsse stark an Fruchtbarkeit verliert, muss dafür gesorgt werden, dass die Fruchtbarkeit nicht nur bleibt, sondern sich steigert. Dieser Fonds ist einer der direktesten Wege zur Erhaltung und Steigerung der Fruchtbarkeit des Bodens.
Meine zukünftige Aufgabe ist sehr eng mit dem Inhalt des Fonds verknüpft. Die Gesundheit des Bodens liegt mir speziell am Herzen. Im Fonds sehe ich die Möglichkeit, aktiv mit spannenden Menschen in Kontakt zu treten und meinem Zukunftsziel näher zu kommen. Zusätzlich bin ich aufgrund meines Alters eine Art Verbindung zu anderen Generationen. Maßnahmen zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, die heute durchgeführt werden, dienen dem Leben zukünftiger Generationen.

 

Paul Zebhauser klPaul Zebhauser, Gemüsegärtner

Mit großem Interesse verfolge ich die Einsetzung von dem Fonds für Bodenfruchtbarkeit der Bio-Stiftung Schweiz in Arlesheim. Es wird hiermit in meinen Augen ein großer und wichtiger Schritt zur Bewusstwerdung der Notlage unserer Böden für den Ackerbau geleistet. In Anbetracht von erwiesenem und beachtlich fortschreitendem Humusabbau auf Wirtschaftsflächen, ist es mir von großer Bedeutung, dass Menschen für dieses Phänomen sich den Arbeitsschwerpunkt setzen und eine Unterstützungsbasis für Landwirte und Gemüsebauern einrichten. Geldströme werden durch solch ein Bewusstsein wieder 'eingefangen' und dort zugeführt, wo sie wirklich Zukunft ermöglichen. Es ist im Grunde ein Ausgleich der Wertschätzung zur Wertschöpfung im Landbau, den das gegenwärtige Wirtschaftssystem offensichtlich in mangelhafter Weise herzustellen in der Lage ist. Ich habe die Hoffnung, dass der Bodenfruchtbarkeitsfonds einen Weg ebnen kann, die Situation zu verbessern.
Meine Beziehung zu vielen jungen Menschen durch meine derzeitige Arbeit und meine biografisch intime Verbindung zur Landwirtschaft, ermöglicht mir Fragen und Themen zur Zukunft des Bodens zu kommunizieren, an einzelnen Orten auch selbst tätig zu erkunden und umzusetzen. Aus solchem Austausch kann auch dem Bodenfruchtbarkeitsfonds zu seiner Entwicklung, stetig Aktualität aus solchen Fragen und Erfahrungen zufließen. Hiermit möchte ich mich als Beirat aktiv beteiligen.

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